Über den Bundesraat för Nedderdüütsch

Der Bundesraat för Nedderdüütsch und das Niederdeutschsekretariat vertreten gemeinsam die sprachpolitischen Interessen der Niederdeutschsprecherinnen und -sprecher aus den Ländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie der Grupper der Plautdietschsprecherinnen und -sprecher. 2002 wurde der BfN als überdachtes Gremium für die Europa- und die Bundesebene geschaffen. Aus jedem Land sowie aus der Sprechergruppe der Plautdietschen sind zwei Delegierte im BfN.

LändervertreterInnen

Jedes Bundesland sowie die Sprechergruppe der Plautdietschen entsendet zwei Delegierte in den Bundesraat för Nedderdüütsch. Das geschieht über die Organisationen der Niederdeutsch Sprechenden.

Brandenburg

Elisabeth Berner, Potsdam
Fachressort: Bildung und Soziales
1976–1980 Studium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam; seit 1983 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik (Sprachgeschichte) der PH Potsdam/Universität Potsdam; seit 1990 Leiterin der AG Niederdeutsche Sprache und Literatur im Kulturbund des Landes Brandenburg. Mitglied des Vereins Niederdeutsch im Land Brandenburg e.V.

Adelheid Schäfer, Sewekow
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1952 in Wittstock, ist als Dipl. Verwaltungswirtin Geschäftsführerin einer Hausverwaltung. Sie ist Vorstandsmitglied des Vereins Niederdeutsch im Land Brandenburg e.V. Seit 1989 gehört sie zum niederdeutschen Kabarett „Plattmokers“.

Bremen

Heiko Block, Lilienthal
Fachressort:
* 1956. Präsident beim Institut für niederdeutsche Sprache e.V.

Walter Henschen, Lilienthal
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1945 in Achim bei Bremen; Lehrer und Bildungsplaner im Ruhestand; bis Mitte 2010 für Angelegenheiten des Niederdeutschen zuständig bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft in Bremen; Sprecher vom „Runnen Disch Plattdüütsch for Bremen un Bremerhaben“; Vertreter des „Bremer Heimatbund – Verein für Niedersächsisches Volkstum e.V.“

Hamburg

Hartmut Cyriacks, Hamburg
Fachressort: Kultur und Medien
* 1955 in Achim bei Bremen, Studium der Germanistik und Geschichte in Braunschweig, war neun Jahre Dramaturg am Ohnsorg-Theater in Hamburg, betreibt seit 1994 gemeinsam mit Peter Nissen in Hamburg-Ottensen eine Textmanufaktur für Theater-, Rundfunk- und Fernseharbeiten mit dem Schwerpunkt Plattdeutsch. Zweiter Sprecher im Plattdeutschen Rat für Hamburg.

Peer-Marten Scheller, Hamburg
Fachressort: Kultur und Medien
* in Dithmarschen, Inhaber des Quickborn-Verlages in Hamburg, Sprecher des Plattdeutschen Rat für Hamburg.

Mecklenburg-Vorpommern

Dittmar Alexander, Süderholz OT Kreutzmannshagen
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1947 in Greifswald, war Lehrer für die Fachbereiche Chemie und Biologie, ab 1990 Leiter des Schulamtes Grimmen, dann Schulrat in Nordvorpommern und Greifswald. Mitglied des Landesheimatverbandes M-V und des Niederdeutschbeirates des Landes M-V.

Jürgen Wittmüß, Rostock
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1946 in Greifswald, ist Vorsitzender des Vereins Klönsnack Rostocker Söven e.V. und Mitglied im Vorstand des neu gegründeten Heimatvereins Mecklenburg-Vorpommern. Während seines Berufslebens als Schlosser und Luft- und Kältetechnik Ingenieur hat ihn das Plattdeutsche immer begleitet; als Rentner widmet er sich der Sprache mit viel Engagement.

Niedersachsen

Dr. Jutta Engbers, Friesoythe
Fachressort: Justiz und Verwaltung

Mitglied im Beratenden Ausschuss Niederdeutsch des BMI
* 1969 Hannover, arbeitet als Fachanwältin für Verwaltungsrecht mit einem Zusatzstudium Niederdeutsch an der E.M.A. Universität Greifswald. Mitglied der Fachgruppe Niederdeutsch im Niedersächsischen Heimatbund, niederdeutsche Autorin (u.a. Borslapreisträgerin 2007).

Heinrich Siefer, Cloppenburg
Zweiter Sprecher im BfN
Fachressort: Kultur und Medien
Mitglied im Beratenden Ausschuss Niederdeutsch des BMI
* 1959 in Liener/ LK Cloppenburg, Dozent an der Katholischen Akademie Stapelfeld (Fachbereich Plattdeutsch u.a.); Beauftragter für plattdeutsche Verkündigung im Rundfunk (kath.); Leiter der Arbeitsgemeinschaft für niederdeutsche Sprache und Literatur bei der Oldenburgischen Landschaft, Vorsitzender der Fachgruppe Niederdeutsch im Niedersächsischen Heimatbund.

Nordrhein-Westfalen

Ulrich Backmann, Haltern
Fachressort: Justiz und Verwaltung
* 1950 in Haltern/Westf.; Verwaltungsbeamter; Leiter der Fachstelle Niederdeutsche Sprachpflege im Westfälischen Heimatbund.

Werner Zahn, Detmold
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1949 in Detmold, Studiendirektor und Bildungskoordinator im Ruhestand, Vertreter des Lippischen Heimatbundes, stellv. Vorsitzender Radio Lippe, Betreuung der Seite www.Kinder-Lippe.de und Lehrer an der VHS für Lippisch Platt, Mitglied in Fachstellen des Lippischen Heimatbundes.

Plautdietsche

Dr. Heinrich Siemens, Bonn
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1964 in Sigulda (Lettland), seit 1975 in Deutschland; Studium: Mathematik, Philosophie, Germanistik; seit 2007 Präsident der Plautdietsch-Freunde e.V., Verlagsleiter des Tweeback Verlags in Bonn.

Peter Wiens, Oerlinghausen
Fachressort: Kultur und Medien
* 1967 in Bojewoi bei Omsk in Sibirien; russlanddeutscher Integrationsaktivist, bekannt für sein internationales Engagement für die Minderheitensprache Plautdietsch; Studium: Deutsch als Fremdsprache, Pädagogik und Anglistik; Vorstandsmitglied der Plautdietsch-Freunde e.V.

Sachsen-Anhalt

Dr. Saskia Luther, Magdeburg
Sprecherin des BfN
Fachressort: Bildung und Soziales
Mitglied bei EBLUL Deutschland
Mitglied im Beratenden Ausschuss Niederdeutsch des BMI
1989-1996 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik (Bereich Sprachgeschichte) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; seit 1997 Referentin für Mundartpflege und -forschung beim Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. / Arbeitsstelle Niederdeutsch an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Norbert Lazay, Gladigau
Fachressort: Kultur und Medien
Pfarrer, Vorsitzender des Altmärkischen Heimatbundes.

Schleswig-Holstein

Marianne Ehlers, Bordesholm
Fachressort: Kultur und Medien
* 1953 auf der Halbinsel Eiderstedt; Diplom-Bibliothekarin; Autorin; leitet Fortbildungen für Plattdeutsch in Kindergarten und Schule; seit 2010 Referentin für Niederdeutsch des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB); Vorsitzende der Fehrs-Gilde, Gesellschaft für niederdeutsche Sprache, Literatur und Sprachpolitik e.V.

Heiko Gauert, Damp
Fachressort: Bildung und Soziales
* 1949 in Eckernförde, Autor und Journalist, pensionierter Schulleiter, Mitglied im Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, Vorsitzender der AG Medien im Beirat beim Schleswig-Holsteinischen Landtag.

Positionen und Stellungnahmen

Bildung

Bildung ist eines der zentralen Themen für die Arbeit des Bundesraat för Nedderdüütsch - die Zukunft der Sprache ist die Generation der Kinder und Jugendlichen. Hier gilt es, das Niederdeutsche fest in den Bildungslänen zu verankern.
Vor dem Hintergrund der Verpflichtungen, die die Bundesländer mit der Europäischen Sprachencharta übernommen haben, hat der BfN im Jahr 2007 seine „Schweriner Thesen zur Bildungspolitik“ veröffentlicht. Die zentrale Forderung, Niederdeutsch als eigenes Schulfach mit festem Stundenkontingent zu unterrichten, hat das Thema in die bildungspolitische Diskussion gebracht - in dessen Folge Hamburg als erstes Bundesland das Schulfach Niederdeutsch eingerichtet hat. In den folgenden Jahren war auf dem Gebiet Bewegung zu verzeichnen, so dass der BfN im Oktober 2013 mit "Niederdeutsch in der Schule - Grundsätze zur Bildungspolitik" seine aktualisierten Grundsätze vorgelegt hat.
Im Jahr 2018 widmet sich der BfN dem Thema Niederdeutsch in der Schule erneut, der Schwerpunkt der Arbeit wird auf Angeboten für die Sekundarstufe I sowie einer Niederdeutschdidaktik liegen.

Kultur

Das niederdeutsche Kulturleben ist in allen Ländern sehr lebendig und spielt für die Sprecherinnen und Sprecher eine große Rolle. Doch auch die niederdeutsche Kultur bedarf intensiver Förderung und muss in ihrer Vielfalt ausgebaut werden. Der BfN hat seine Forderungen im September 2012 in seinen Kulturthesen veröffentlicht.

Medien

Im Zusammenhang mit einer effektiven Sprachenpolitik erweist sich das Feld der Medien als besonders schwierig. Zum einen zeigt sich – zumindest bei einigen Zeitungen und Rundfunksendern – eine Bereitschaft, das Niederdeutsche auch als Sprache des Mediums zu verwenden. Verlässlichkeit gibt es allerdings nicht. Die staatlichen Stellen sehen sich – trotz der mit der Sprachencharta übernommenen Verpflichtungen – außerstande, für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen, die Standards oder Minimalumfänge definieren würden. Vor diesem Hintergrund hat der BfN seine Standpunkte und Forderungen im Mai 2009 im Medienprogramm Plattdeutsch zusammengefasst.

Soziales Leben

Das Thema Niederdeutsch in der Pflege hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Der BfN hat schon im Juni 2008 im Rahmen einer Konferenz den Schleswiger Appell zur Verwendung der Regionalsprache Niederdeutsch im sozialen Bereich veröffentlicht.
2012 hat der BfN die Informationsbroschüre "Respekt für mich und meine Sprache – Plattdeutsch in der Pflege. Eine Aufgabe für die Sprachenpolitik" herausgegeben.

Veröffentlichungen

Plattdüütsch ... lehrst jümmers wat dorto. Lebenslanges Lernen mit Plattdeutsch

Wir Menschen lernen ständig. Im Beruf, aber auch im Alltag nehmen wir neues Wissen auf und gehen damit um. Auch Sprachen können in einer Lebensphase nach der Schule erworben werden – entscheidend sind der Wille und die Motivation. Dies eröffnet dem Plattdeutsch-Lernen Möglichkeiten, die mittlerweile verstärkt genutzt werden: in Volkshochschulen, Vereinen, berufsbezogenen Kursen und Theatergruppen. Die Broschüre bietet Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten und unterschiedlichen Ansätze, mit denen die plattdeutsche Sprache im Zuge lebenslangen Lernens vermittelt wird. Bestandsaufnahmen, Praxisbeispiele und Perspektiven stehen im Mittelpunkt.

Bundesraat för Nedderdüütsch (Hrsg.) 2016, 84 S.

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Lebenslanges Lernen mit Plattdeutsch

Wat hest du seggt? Plattdüütsch in’n Kinnergoorn

Diese Broschüre bietet Grundlagen und fasst die Argumente für frühe Mehrsprachigkeit zusammen – unter Einbeziehung des Niederdeutschen. Sie bietet zahlreiche Beispiele aus der Praxis und gibt Anregungen für einen kindgerechten, zeitgemäßen und spielerischen Umgang mit der Regionalsprache. Wie lernen die Kinder eigentlich die plattdeutsche Sprache? Was spricht dafür, dass Platt auch in Zukunft eine Rolle spielt? Was ist davon zu halten, dass Kinder nicht nur eine, sondern zwei oder drei Sprachen lernen? Wer Plattdeutsch kann, hat mehr vom Leben.

Bundesraat för Nedderdüütsch (Hrsg.) 2015, 84 S.

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Wat hest du seggt? Plattdüütsch in’n Kinnergoorn

Chartasprache Niederdeutsch: Rechtliche Verpflichtungen, Umsetzungen, Perspektiven

De Europääsche Charta vun de Regionaal- oder Minnerheitenspraken löppt nu 15 Johr. Wiest hett sik: Mit de Regeln kann een arbeiden un een kann sik dor op verlaten. Siet de Tiet sünd fief Staatenberichten op’n Disch kamen. De Plattsnackers sülvst un achteran de Utschuss vun Fachlüüd ut den Europaraat hebbt sik de Berichten dörkeken un seggt, wat se dorvun hollt. De Broschüre gifft en Överblick, wat allens in de Charta binnen steiht, wat de Bunnslänner toseggt hebbt, un woans se de Plichten ok ümsett.

Bundesraat för Nedderdüütsch (Hrsg.) 2014, 52 S.

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Chartasprache Niederdeutsch

Auf dem Stundenplan: Plattdeutsch

Plattdeutsch ist eine Sprache fürs Leben. Sie gehört in den Alltag – und sie gehört in die Schule. Denn die Regionalsprache ist ein Schlüssel zur vielfältigen Kultur in Norddeutschland. Deshalb setzen sich viele Menschen dafür ein, dass Plattdeutsch in acht Bundesländern die zweite Sprache bleibt. Wie ist Niederdeutsch heute in den Bildungsplänen und im schulischen Alltag verankert? Welche Konzepte werden erfolgreich umgesetzt? Wo muss noch mehr getan werden? Diese Broschüre dokumentiert den aktuellen Stand und zeigt Wege für eine sprachenfreundliche Zukunft auf.

Verlag Schuster : Leer 2013, 72 S. ISBN 978-3-7963-0395-1

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Auf dem Stundenplan Plattdeutsch

Respekt für mich und meine Sprache – Plattdeutsch in der Pflege. Eine Aufgabe für die Sprachenpolitik.

Die Bindung der Menschen an ihre vertraute Sprache ist groß. Das gilt besonders in Lebenslagen mit gesundheitlichen oder psychischen Beeinträchtigungen. Welchen Stellenwert haben Regional- oder Minderheitensprachen in der Pflege? Welche Konzepte berücksichtigen Plattdeutsch in der ambulanten Versorgung, im Krankenhaus oder im Heim? Welche Projekte wurden in den vergangenen Jahren entwickelt? Gerade der beeinträchtigte Mensch hat ein Recht auf seine Sprache.

Verlag Schuster : Leer 2012, 68 S. ISBN 978-3-7963-0392-0

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Respekt für mich und meine Sprache. Plattdeutsch in der Pflege

Mit den Regional- und Minderheitensprachen auf dem Weg nach Europa

Dokumentation der Konferenz „Mit den Regional- und Minderheitensprachen auf dem Weg nach Europa“ am 10. November 2010 in Berlin.

Die Regional- und Minderheitensprachen tragen zur kulturellen Vielfalt in Deutschland bei. Das Bewusstsein für den Wert dieser Sprachen hat sich mit Inkrafttreten der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen im Jahr 1999 verbessert. Gleichzeitig aber gilt es, dafür Sorge zu tragen, dass die Sensibilität für die kleinen Sprachen weiter ausgebaut wird – in der Öffentlichkeit und in der Politik. Strukturell verändern sie sich unter dem Einfluss der hochdeutschen Standardsprache zunehmend. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Bildungseinrichtungen, die geordneten Spracherwerb betreiben? Wie steht es um Friesisch, Sorbisch, Niederdeutsch, Romanes und Dänisch? Was können die Bildungssysteme für die Stärkung dieser Sprachen leisten? Lassen sich gemeinsame Lösungsansätze finden?

Verlag Schuster : Leer 2011, 120 S. ISBN 978-3-7963-0390-6

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Mit den Regional- und Minderheitensprachen auf dem Weg nach Europa

Zwischen Kulturauftrag und Unterhaltungsprogramm

Dokumentation der Konferenz „Plattdeutsch in den Medien“ am 20. Mai 2010 in Hamburg

Die Rolle der Medien für das Ansehen einer Sprache in der Gesellschaft ist kaum zu überschätzen. All die Einstellungen und Haltungen, die über Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und Internet vermittelt werden, tragen wesentlich zum Prestige der norddeutschen Regionalsprache bei. Die Bestandsaufnahme zeigt eine vielfältige, aber eingeschränkte plattdeutsche Medienlandschaft. Es lassen sich gute Beispiele für Plattdeutsch beispielsweise im Hörfunk sowie in Zeitungen und Zeitschriften finden. Aber diese Angebote sind keineswegs verlässlich. Wie lässt sich eine mediale Grundversorgung der Plattsprecher garantieren? Wie könnten Anzreize geschaffen werden und wo könnte bzw. sollte der Staat in die Abläufe der Medienanbieter eingreifen?

Verlag Schuster : Leer 2010, 80 S. ISBN 978-3-7963-0386-9

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Plattdeutsch in den Medien

Plattdeutsch, die Region und die Welt: Wege in eine moderne Mehrsprachigkeit

Dokumentation der Konferenz „10 Jahre Sprachencharta in Deutschland: Praxis und Perspektiven“ am 14. und 15. Mai 2009 in Schwerin

Seit 1999 ist die „Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ in Deutschland Gesetz. Neben der Regionalsprache Niederdeutsch stehen die Minderheitensprachen Friesisch, Sorbisch, Dänisch und Romanes, die Sprache der Sinti und Roma unter dem Schutz der Charta. Der Bund und acht Bundesländer haben Pflichten übernommen, um die Sprachen zu schützen. Was hat sich für die Sprachen seit 1999 verändert – was hat der Staat getan, was haben die Bürger, Vereine und Verbände in die Hand genommen? Wie sehen die Perspektiven für die Zukunft aus? Können die Grundlagen dafür geschaffen werden, dass Plattdeutsch im öffentlichen Leben selbstverständlich genutzt wird?

Verlag Schuster : Leer 2009, 112 S. ISBN 978-3-7963-0385-2

Download der Broschüre als pdf-Dokument: Plattdeutsch, die Region und die Welt: Wege in eine moderne Mehrsprachigkeit

Protokolle Sitzungen

Die Delegierten des BfN treffen sich mindestens drei Mal jährlich zu einer Sitzung. Hier werden die Linien für die gemeinsame sprachpolitische Arbeit abgesteckt. Außerdem dienen die Sitzungen zum Informationsaustausch der Ländervertreterinnen und -vertreter.