Tagungsankündigung „Wie lehrt man die Regionalsprache Niederdeutsch? – Sprach- und fremdsprachdidaktische Perspektiven“ April 2018 in Greifswald

Vom 12.-13. April 2018 findet am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald die internationale Tagung „Wie lehrt man die Regionalsprache Niederdeutsch? – Sprach- und fremdsprachdidaktische Perspektiven“ statt. Organisiert wird die Tagung vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Abteilung für Niederdeutsche Sprache und Literatur der Europa-Universität Flensburg.

Auf der Veranstaltung geht es um die Reflexion von Sprachvermittlung für das Niederdeutsche. Ziel ist es, neue Grundlagen für einen modernen Niederdeutschunterricht zu schaffen. Auch aktuelle sprach- und bildungspolitische Fragestellungen sollen kritisch bearbeitet werden.

Weitere Informationen sowie in Kürze das Programm sind auf der Homepage des Kompetenzzentrums zu finden.

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Plattdeutsche Ortsschilder auch in NRW

Zukünftig sind auch in Nordrhein-Westfalen zweisprachige Ortsschilder erlaubt: Gemeinden dürfen ihre Ortsschilder um den jeweiligen plattdeutschen Ortsnamen ergänzen. Der Düsseldorfer Landtag hatte auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Die plattdeutsche Ortsbezeichnung kann von nun an in kleinerer Schrift unter dem hochdeutschen Namen ergänzt werden. So könnte beispielsweise die Gemeinde Rödinghausen im Kreis Herford den plattdeutschen Namen Ränghiusen auf das Ortsschild aufnehmen.

Durch die Aufname plattdeutscher Ortsnamen auf die Ortsschilder wird die Regionalsprache sichtbarer im öffentlichen Raum, und die zweisprachigen Ortsschilder tragen dazu bei, dass die Menschen sich stärker mit ihrem Ort identifizieren.

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg sind zweisprachige Ortsschilder schon seit vielen Jahren zulässig und in vielen Gemeinden zu finden. Zahlreiche Orte mit plattdeutschem Namen sind auf der plattdeutschen Landkarte des Instituts für niederdeutsche Sprache abgebildet – eine Reihe von ihnen auch mit dem Bild des zweisprachigen Ortsschildes. Die Karte wird kontinuierlich ergänzt.

Deutliche Stärkung für Niederdeutsch in Niedersachsen

In Niedersachsen erfährt Niederdeutsch eine deutliche Stärkung im Bildungsbereich. Der Entschließungsantrag "Förderung für Niederdeutsch und Saterfriesisch verstetigen und weiter ausbauen", dem alle Fraktionen im Landtag zugestimmt haben, zielt darauf ab, Möglichkeiten zu schaffen, die Chartasprachen erlernen und vertiefen zu können. Durch die geplanten Maßnahmen erhält Niederdeutsch einen festen Platz in den Bildungssystemen. Der BfN begrüßt diese Entwicklung, denn durch den Entschließungsantrag, der Bestandteil der Koalitionsvereinbarung ist, wird die Grundlage zur Einrichtung des Faches Niederdeutsch geschaffen.

Der Entschließungsantrag kann auf der Seite des Niedersächsischen Landtags heruntergeladen werden.

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2. Hamborger Plattdüütschdag

Am Sonnabend, 21. April 2018 findet der zweite Hamburger Plattdeutschtag statt. Schirmherrin ist wieder Katharina Fegebank, die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg. In der ganzen Stadt soll Plattdeutsch zu hören und zu erleben sein – und vor allen Dingen gesprochen werden! Der Plattdeutsche Rat für Hamburg ruft alle Vereine, Initiativen, Kreise und Organisationen auf, sich an dem Aktionstag zu beteiligen. Die Organisatoren sind neugierig auf zahlreiche kreative Ideen für Angebote auf Platt!

Mehr Informationen über den Plattdeutschtag sowie das Anmeldeformular sind auf der Homepage vom Plattdeutschen Rat zu finden.

Hamborger Plattdüütsch Pries 2018

Kindergärten in Hamburg, die Plattdeutsch kontinuierlich im Programm haben sowie Schulen, die besondere Aktionen auf Platt initiieren und durchführen, sind aufgerufen, sich für den Hamborger Plattdüütsch Pries 2018 zu bewerben. Die Auszeichnung wird vom Plattdüütsch Root för Hamborg und dem Verein Plattdüütsch in Hamborg e.V. ausgelobt und alle zwei Jahre vergeben. Sie ist mit 1.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen zum Plattdüütsch Pries sowie Bewerbungsfristen- und adressen sind auf der Homepage vom Plattdeutschen Rat für Hamburg zu finden.