Übergabe plattdeutscher Übersetzungen zum Buchprojekt „Hein Hannemann up Platt“

Am 30. Juli hat der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Anwesenheit von eingeladenen Übersetzern und Übersetzerinnen sowie Medienvertretern des NDR, der SVZ und TV-Schwerin, nach gut viermonatiger Projektlaufzeit, knapp 300 ins Niederdeutsche übersetzte Seiten des Romans „Hein Hannemann. Eine Geschichte von der Waterkant“ an Ulrike Stern vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik an der Universität Greifswald und Steffen Herbst vom Lexikus Verlag übergeben. In den nächsten Wochen und Monaten entsteht hieraus unter fachkundiger Bearbeitung eine einheitliche niederdeutsche Fassung des Romans um Hein Hannemann und seine Freunde. Der Heimatverband bedankt sich bei allen tatkräftigen Übersetzern und Übersetzerinnen für die großartige Mitarbeit und Bereitschaft, dieses besondere Projekt durch die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.
Seit März 2020 beteiligten sich gut 23 Plattdeutschakteure aus ganz Mecklenburg-Vorpommern (Stralsund, Garz (auf Rügen), Greifswald, Spantekow, Satow, Gneven, Rostock, Bad Kleinen, Teterow, Sassen-Trantow, Kirch Rosin, Wilhelsmburg, Patzig (Rügen), Brunn und 2x Berlin (berufsbedingt)) an einer vollständigen niederdeutschen Übersetzung des Romans „Hein Hannemann. Eine Geschichte von der Waterkant“, der Autorin Sophie Kloerss (1866-1927) aus dem Jahr 1923. Die Städte Rostock, Bützow, Rövershagen, die Rostocker Heide, ein Herbstmarkt zu Doberan, Elmenhorst, der Fischer- und Lotsenort Warnemünde, die Ostsee und nicht zuletzt die Sturmflut von 1872 geben die Kulisse für dieses farbenprächtig erzählte Kinder- und Jugendbuch.
In einem ersten Schritt wurde in den vergangenen Monaten durch die beteiligten Übersetzer und Übersetzerinnen der gesamte hochdeutsche Text ins Niederdeutsche übertragen. Die Last der 293 Seiten wurde dabei, bis auf wenige Ausnahmen, auf alle Schultern gleich verteilt. Im zweiten Schritt wird Ulrike Stern die einzelnen Teilübersetzungen zusammenführen und behutsam vereinheitlichen. Dies geschieht auf Basis der Vermittlung der niederdeutschen Sprache, wie sie in den Profilschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorgenommen wird. Wenn alles gut geht, dann steht die niederdeutsche Fassung des Buches zum Ende des Jahres zur Verfügung.

Text: Christian Peplow, Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - Geschäftsstelle Vorpommern
Fotos: Johanna Bojarra, Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.