Bundesraat för Nedderdüütsch kommt zu Frühjahrssitzung 2020 in Hamburg zusammen

Der Bundesraat för Nedderdüütsch hat sich am 11. Februar 2020 zur Frühjahrssitzung im Ohnsorg-Theater getroffen. Aus sieben der acht Niederdeutschländer und von der Gruppe der Plautdietschen waren die Vertreter*innen der Sprechergruppe nach Hamburg gekommen. Als Gäste nahmen die Leiterin des Projektes „Heimatschatzkiste“ beim Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern sowie ein Vertreter von SONT, der Dachorganisation der regionalen Sprachorganisationen in den Niederlanden, teil.

Neben einem Rückblick auf die Veranstaltungen und Termine in den letzten Monaten ging es vor allen Dingen um die Aktivitäten für das Jahr 2020. Geplant sind u.a. die folgenden Projekte und Veranstaltungen:

    • Um die sprachpolitische Arbeit des BfN sowie die Europäische Sprachencharta bekannter zu machen, wird der BfN Informationsmaterialien in gedruckter sowie in digitaler Form erstellen.
    • Mit Projektmitteln aus dem Land Brandenburg soll eine Broschüre zum Thema Niederdeutsch in der Wissenschaft erstellt werden. Die Broschüre mit dem Arbeitstitel „Blitzlichter aus der Wissenschaft“ soll einen Überblick über Institutionen und aktuelle Projekte aus der Wissenschaft geben, die sich mit dem Niederdeutschen beschäftigen.
    • Die zentrale niederdeusche Veranstaltung anlässlich des Europäischen Sprachentages findet am 26. September 2020 in Hamburg statt. Der inhaltliche Schwerpunkt wird auf den Bereichen Kultur und Medien liegen.
    • Auch 2020 wird es eine gemeinsame Veranstaltung mit den nationalen Minderheiten geben, die dazu beitragen soll, die Chartasprachen bekannter zu machen. Die Veranstaltung wird im Herbst in Berlin stattfinden.
    • Der BfN und das Niederdeutschsekretariat werden wieder mit einem Informationsstand beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin vertreten sein. Gewünscht ist außerdem eine Teilnahme am Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Potsdam.

Ein Schwerpunkt bei den Sitzungen der BfN ist der Austausch der Vertreter*innen aus allen Niederdeutschländern untereinander. Welche Projekte aktuell in den Ländern laufen, ist im Protokoll der Sitzung nachzulesen. Von großem Interesse für die Delegierten war das Projekt „Heimatschatzkiste“ aus Mecklenburg-Vorpommern, das die Projektleiterin Johanna Bojarra vorstellte. Im Rahmen des Projektes des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern erhalten alle Kindertageseinrichtungen des Landes eine Kiste mit einer umfangreichen Materialsammlung mit didaktischen Begleitmaterialien.