Frischer Wind und bewährte Kräfte: In Kiel wurde am Freitag, 8. Mai 2026 der Plattdeutsche Rat Schleswig-Holstein neu besetzt. Das ehrenamtliche Gremium startet mit zwei neuen Gesichtern und fünf wiedergewählten Mitgliedern in die vierjährige Amtszeit, um Plattdeutsch auf politischer Ebene eine starke Stimme zu geben.
Am Freitagnachmittag wurde der Plattdeutsche Rat Schleswig-Holstein neu gewählt. Das ehrenamtliche Gremium, das die Belange der Plattdeutschen Sprechergruppe gegenüber der Politik vertritt, besteht aus sieben Mitgliedern und wird alle vier Jahre neu zusammengesetzt. Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten aus dem ganzen Land stellten sich auf der Niederdeutschen Bühne am Wilhelmsplatz den Wählerinnen und Wählern in einem „Fohrstohl-Plädoyer“ (Elevator Pitch) vor, danach folgte die Wahl.
Nach Auszählung der Stimmen stehen die Mitglieder des neuen Rates nun fest: Wiedergewählt wurden Ingrid Bindzus aus Lauenburg, Marianne Ehlers aus Welt, Christel Fries aus Eckernförde, Klaus Jensen von Pellworm (in Abwesenheit) und Dirk Söhren aus Kiel. Frischen Wind ins Gremium bringen Jutta Hanke aus Heikendorf und Sylvia Glismann aus Schwentinental, die sich beide erstmals für den Rat beworben haben.
Peter Stoltenberg, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB), der die Geschäfte des Rates führt, sicherte dem Rat auch in Zukunft wieder die volle Unterstützung des SHHB zu: „Plattdüütsch bruukt Stütt un dorför schölen wi uns gemeensam stark maken.“
Zum Plattdeutschen Rat Schleswig-Holstein
Der „Plattdüütsche Raat Sleswig-Holsteen“ ist dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) angegliedert und vertritt seit dem Jahr 2000 die Belange der Menschen, die die Regionalsprache sprechen oder an ihr interessiert sind. Das Gremium setzt sich dafür ein, dass Plattdeutsch in den Kindertageseinrichtungen, in der Schule und an den Universitäten angeboten wird, und dass die Sprache in der Pflege sowie der Verwaltung ihren Platz findet. Damit Plattdeutsch als gesprochene Sprache im Alltag weiterhin zu finden ist, ist auch ein mediales Angebot unverzichtbar, wie es unter Mitwirken des Rates Anfang 2026 mit der PLATTform geschaffen wurde. Nur wenn all diese Interessen zusammengeführt und mit einer starken Stimme vorgebracht werden, sind zukunftsweisende Zielabsprachen mit der Kulturpolitik möglich. Die sieben ehrenamtlichen Mitglieder des Rates werden alle vier Jahre gewählt. 2025 feierte der Rat sein 25-jähriges Jubiläum.
Beitragsbild: Sie bilden für die kommenden vier Jahre den neu gewählten Plattdeutschen Rat Schleswig-Holstein: (vorne, v. li.) Ingrid Bindzus, Marianne Ehlers, Christel Fries, (hinten, v. li.) Dirk Söhren, Jutta Hanke und Sylvia Glismann (es fehlt: Klaus Jensen)
PM Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e. V. | Foto: Niederdeutschsekretariat
