Ob moderne Technik oder allzu menschliche Eigenheiten: Die plattdeutsche Sprache beweist einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit. Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen und der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. suchen die schönste plattdeutsche Wortneuschöpfung des Jahres 2026 und laden Sie herzlich ein, an der Entscheidung mitzuwirken. Gesucht wurden Begriffe, die hochdeutsche Wörter originell und lebendig ins Niederdeutsche übertragen, um die Sprache aktiv für den modernen Alltag weiterzuentwickeln.
Aus zahlreichen Einsendungen hat die Fachjury fünf Begriffe für die Endrunde ausgewählt, die nun zur öffentlichen Abstimmung stehen. Die Nominierten decken ein breites Spektrum aktueller Phänomene ab: Triddelfitzen beschreibt das Verhalten eines Aufschneiders, der viel Meinung bei wenig Ahnung zeigt. Der Batterieknoesel steht für die E-Zigarette, während Tauhusmarachen die Arbeit im Homeoffice bezeichnet. Zoomdösch fängt die Müdigkeit nach zahlreichen Videokonferenzen ein und das Lögendöntje ist die plattdeutsche Antwort auf Fake-News und Falschmeldungen.
Nun liegt die Entscheidung bei Ihnen. Vom 27. April bis zum 13. Mai 2026 können Sie online für Ihren persönlichen Favoriten votieren. Die Teilnahme ist über die Internetseite des Fritz-Reuter-Literaturmuseums unter www.frlm-mv.de/plattwort-des-jahres-2026/ möglich.
Welches Wort das Rennen macht, wird am 30. Mai 2026 im Rahmen der Plattdeutschen Wochen in Stavenhagen feierlich bekannt gegeben. Hier werden zudem die Siegerwörter aus den weiteren Kategorien präsentiert.
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Heimatverband M-V engagieren sich mit diesem Wettbewerb gemeinsam für den Erhalt und die Modernisierung der niederdeutschen Sprache, um sie als lebendiges Kulturgut in der Region
zu verankern.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Johanna Bojarra
Referentin für Niederdeutsch und Immaterielles Kulturerbe (Heimatverband M-V e. V.)
Mobil: 01515 587 98 98
E-Mail: bojarra@heimatverband-mv.de
